Ihr sucht eine neue Faceplate für eure Oculus Rift? Es gibt eine Alternative zum offiziellen Ersatzteil. VR Cover bietet um weniger Geld eine Lösung an, die auch gleich einen hygienischen Stoffüberzug beinhaltet. Was taugt das Dritthersteller-Zubehör? Wir haben das Oculus Rift Basic Set von VR Cover im Langzeit-Test.

Sieht eure Oculus Rift Faceplate auch so aus wie meine unten auf dem Foto? Ich weiß nicht, wie weit verbreitet das Phänomen ist. Mir ist es jedenfalls innerhalb von zwei Jahren gleich zwei Mal passiert, dass sich nach einigen Wochen/Monaten der Schaumstoff im Nasenbereich abgelöst hat. Das ist zwar primär ein optisches Problem, ein klein wenig ist es aber schon lästig, wenn das abstehende Schaumstoffteil laufend an der Nase kitzelt.

Oculus Rift Original-Faceplate: Mitunter läst sich der Schaumstoff an der Nasenaussparung.

Anstatt eine weitere Original-Faceplate zu bestellen mit der Aussicht auf einen sich wieder lösenden Schaumstoff, habe ich VR Cover eine Chance gegeben. Beim Oculus Rift Basic Set von VR Cover bekommt ihr nicht nur eine Faceplate, sondern auch gleich einen Schutzüberzug dazu. Sehen wir uns an, was die Lösung kann.

Kurze Service-Info: Das hier getestete Set ist nur mit der Original-Rift und nicht mit der neuen Rift S kompatibel. VR Cover bietet Zubehör für verschiedenste Headsets an, für Rift S war das Zubehör bei Erscheinen dieses Tests noch in Entwicklung.

Das Basis-Set besteht aus Faceplate, Lederpolster und Stoffüberzug. Alle drei Elemente sind bei Lieferung schon montiert.

Oculus Rift Faceplate von VR Cover im Test

Was ist eigentlich eine Faceplate? Die Faceplate ist das schaumstoffüberzogene Teil, das zwischen der eigentlichen VR-Brille und eurem Gesicht sitzt. Dankenswerterweise lässt sich die Faceplate unkompliziert von der Rift abziehen und ersetzen.

Das Basis-Set von VR Cover besteht aus drei (bei Lieferung schon montierten) Einzelteilen: der Faceplate selbst, einem ledernen Schutzpolster und einem Schutzcover. Während bei der Original-Faceplate der Schaumstoff-Polster fest mit dem Plastikteil verklebt ist, kommt hier ein Klettverschluss zum Einsatz. Dadurch lässt sich der Polster abziehen und durch andere, bei VR Cover separat erhältliche Alternativen ersetzen.

Das mitgelieferte Stoffcover soll verhindern, dass das Polster versifft. Es ist oben an der Faceplate mit einem Gummiband fixiert und natürlich ebenfalls abnehmbar, schließlich soll es von Zeit zu Zeit in die Waschmaschine.

Die Montage ist denkbar einfach

Zur Montage der neuen Faceplate müsst ihr einfach nur mit einem Handgriff die alte abziehen und die neue anstecken – fertig. Einfacher geht’s echt nicht. Passt nur auf, dass ihr beim An- und Abziehen mit den Faceplates nicht über die Linsen scheuert, das wäre eher suboptimal. Das ist aber auch schon das Einzige, was ihr beachten müsst.

VR Cover Oculus Rift Basis-Set: Einfach anstecken und fertig.

Die VR-Cover-Faceplate sitzt angenehm

Wie schlägt sich nun die Dritthersteller-Faceplate im Vergleich zum Original? Sehr gut! Die VR-Cover-Faceplate sitzt angenehm. Einen nennenswerten Unterschied zum Sitz der Original-Faceplate konnte ich nicht wirklich feststellen. Wenn es sich anders anfühlt, dann gewöhnt man sich jedenfalls sehr schnell dran. Besonders der Stoffüberzug fühlt sich angenehm auf der Haut an. Das erscheint mir insofern erwähnenswert, als VR Cover schon seit längerem Stoffbezüge für Rift anbietet und die erste Generation meine Haut gereizt hat. Das ist hier nicht mehr der Fall.

Ich habe das Set seit jetzt seit einem halben Jahr im Einsatz, schließlich ging es auch um die Frage: Hält das Ding länger als die Original-Faceplate? Im selben Zeitraum hatte ich beim Oculus-Original schon erste Verfallserscheinungen, sprich, der Schaumstoff begann sich zu lösen. Das Ergebnis hier: Auch nach sechs Monaten passt noch alles. Hier löst sich nichts.

Wenn das Stoff-Cover den Sensor aktiviert

Auch wenn ich sehr angetan von der Ersatz-Faceplate bin, zwei Punkte scheinen mir dennoch erwähnenswert. Erstens: Punktuell passiert es, dass (offenbar) das Schutzcover den Sensor aktiviert und die Brille ungewollt aktiviert. Mit ein wenig Rumziehen lässt sich das Phänomen aber beheben.

Zweiter Punkt: Von Zeit zu Zeit rutscht das Stoffcover an der Nasenausbuchtung von der Faceplate. Dann heißt es: Facecover abnehmen und Stoffcover neu justieren. Das passiert alle paar Wochen, ist also verschmerzbar und keine große Aktion.

Alles in allem ist das Oculus Rift Basis-Ersatzset von VR Cover ein solider Ersatz für die offizielle Faceplate und ein guter Deal obendrein: Bei Oculus kostet die Original-Faceplate 39 Euro. Das Set von VR Cover kommt auf 33 Euro, enthält aber nicht nur die Faceplate, sondern auch das Stoffcover, das solo 19 Euro kostet.

Das Oculus Rift Basis-Ersatzset von VR Cover könnt ihr direkt beim Hersteller oder bei Amazon bestellen (Affiliate-Links). Das Muster für unseren Test hat uns VR Cover kostenlos zur Verfügung gestellt.

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Das Fazit
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Manfred
Nach 16 Jahren E-MEDIA bloggt Manfred Huber jetzt über die Technik-Themen, die ihm am meisten Spaß machen - und das ist momentan alles rund um Virtual Reality.