Lust auf Match 3 in VR? Rainbow Reactor bringt das kultige Spielprinzip auf Oculus Rift und HTC Vive, mit einem ganz eigenen originellen Twist. Das Indie-Game ist jetzt im Early Access auf Steam und wir haben den Test.

Wenn ihr an Match 3 denkt, dann wahrscheinlich an Kristalle oder Süßigkeiten, die auf 2D-Spielfeldern herumgeschoben werden. Stehen drei oder mehr gleiche Symbole in einer Reihe, verschwinden sie vom Spielfeld. Kennt man ja. Aber wie bringt man das bewährte Konzept am besten nach VR? Diese Frage haben sich die Macher von Rainbow Reactor gestellt und sind zu einer individuellen, wirklich originellen Antwort gekommen.

Rainbow Reactor: Match 3 in VR mit einem Twist

Bei Rainbow Reactor greift ihr verschiedenfarbige Kugeln und werft sie in Slots auf einem sechseckigen Spielfeld. Landen drei oder mehr Kugeln derselben Farbe nebeneinander, löschen sie sich gegenseitig aus. Rainbow Reactor erweitert das klassische Match-3-Prinzip aber nicht nur um den Faktor Geschicklichkeit.

Der eigentliche Clou: Ihr könnt verschiedenfärbige Kugeln zu Kugeln mit neuer Farbe kombinieren. Das Ganze funktioniert sowohl nach dem Prinzip der additiven als auch der subtraktiven Farbmischung. Auf Deutsch: Kombiniert ihr eine blaue und eine rote Kugel, erhaltet ihr eine in Magenta. Kombiniert ihr Magenta mit Cyan, erhaltet ihr wieder eine blaue Kugel. Gelb und Cyan ergibt Grün. Und so weiter.

Zwei Kugeln verschiedener Farbe lassen sich zu einer Kugel neuer Farbe verschmelzen.

Rainbow Reactor spielt sich einfach gut

Im Spiel steht in einer retro-futuristischen Fabrikhalle vor dem Spielfeld. Die Kugeln kommen abwechselnd von links und rechts über eine Kugelbahn zu euch gerollt. Ihr braucht sie nur greifen und auf das Spielfeld werfen – beziehungsweise vorher noch schnell zwei Kugeln verschmelzen, wenn ihr eine in neuer Farbe braucht.

Gerade letzteres ist sehr schön gelöst. Je näher ihr zwei Kugeln unterschiedlicher Farben aneinander bringt, desto deutlicher seht ihr den „kombinierten“ Farbton durchschimmern. Sehr hilfreich für alle, die in der Farbenlehre nicht so fit sind (wie yours truly).

Sehr gut klappt auch das Werfen. Das Zielen funktioniert einfach. Wenn eine Kugel mal nicht da landet, wo man sie haben wollte, war man wirklich selber schuld.

Während ihr spielt, rollen von hinten übrigens zusätzliche Kugeln auf das Spielfeld. Die solltet ihr abräumen, bevor das Spielfeld voll ist und neue Kugeln seitlich rausfallen, was einen Strafpunkt gibt. Nach fünf Strikes heißt es: Game Over. In späteren Levels ärgern euch außerdem Löcher im Spielfeld, die eure Aufgabe nicht unbedingt einfacher machen. Für Herausforderungen ist also gesorgt.

Nice: die detailliert ausmodellierte Kulisse

Die Kulisse ist absurd aufwendig

Obwohl Rainbow Reactor „nur“ ein Match-3-Puzzlegame ist, ist die Technik verdammt aufwendig. Die Kulisse ist liebevoll ausmodelliert mit vielen Details, inklusive einem riesigen Panoramafenster, das den Blick auf eine beeindruckende Skyline freigibt. Für das Gameplay ist das komplett irrelevant – aber es ist nice to have. Diese Detailverliebtheit der Entwickler zeigt sich bei so ziemlich jedem Aspekt des Games, von den chicen Animationen der Kugeln bis zum Voice-Over für den im Raum schwebenden Roboter Dottie, der eure Aktionen aus dem Off kommentiert.

Kurz: Obwohl nur ein Indie-Hobby-Projekt, sieht Rainbow Reactor verdammt gut aus. Was jetzt nicht unbedingt überraschend ist, nachdem die Entwickler eigentlich Profis mit Hollywood-Erfahrung sind, wie uns Producer Kalle Max Hofmann im Interview verriet.

Außer neuen Spielmodi fehlt nicht mehr viel

Rainbow Reactor ist auf Steam im Early Access gestartet, macht aber trotzdem schon einen recht fertigen Eindruck. Grafisch sowieso. Spielerisch auch. Was eventuell noch fehlt: zusätzliche Spielmodi. Aktuell hat das Game neun Levels mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Fein wären noch ein Endlosmodus, oder auch Kleinigkeiten wie separate Highscorelisten für jeden Level.

Nachdem Rainbow Reactor schon einen so fertigen Eindruck macht, geben wir trotz Early-Access-Status bereits eine Wertung. In der ersten Verkaufswoche ist das Game auf Steam übrigens um 40 Prozent reduziert, vom sowieso schon günstigen Preis von knapp 8 Euro.

Hier geht’s zu Rainbow Reactor auf Steam

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Das Fazit
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Manfred
Nach 16 Jahren E-MEDIA bloggt Manfred Huber jetzt über die Technik-Themen, die ihm am meisten Spaß machen - und das ist momentan alles rund um Virtual Reality.