In VR auf Tuchfühlung mit Löwen, Zebras, Elefanten & Co! Virry Safari 2: Feel the Wild entführt euch mit 360-Grad-Videos in die afrikanische Savanne. Wir haben uns die Experience für Oculus Rift und Gear VR angesehen.

Mal eben einen weit entfernten Ort besuchen, ohne ein Flugzeug zu besteigen: Virtual Reality macht’s möglich. Virry Safari 2: Feel the Wild nimmt euch mit auf eine Reise in die afrikanische Savanne. Genauer: ins Lewa Wildlife Conservancy in Kenia. Die Experience ist neu für Oculus Rift und Gear VR, für PlayStation VR gibt es sie schon seit Frühjahr unter dem Titel Virry VR: Feel the Wild.

Daheim bei Löwen, Zebras, Elefanten

In acht 360-Grad-Videos erlebt ihr vom Aussterben bedrohte Tiere hautnah. Ihr seht, wie sich ein Nashorn im Schlamm wälzt oder wie eine Löwendame an der VR-Kamera mehr interessiert ist als an dem ausgelegten Fleischköder. Ihr geht auf Tuchfühlung mit einem Elefantenbaby und beobachtet eine Herde grasender Zebras. Insgesamt 35 Minuten 360-Grad-Video stecken in der App.

Während ihr dem Treiben der Tiere zuseht, erklärt eine (englischsprachige) Stimme aus dem Off allerlei Wissenswertes zur jeweiligen Spezies. Gelegentlich ist auch ein kleines Multiple-Choice-Quiz eingestreut. Zum Beispiel sollt ihr schätzen, wie viele Exemplare dieser bedrohten Tierart es noch gibt. Die Antwort ist meistens leider frustrierend…

An einigen Stellen wird das Video angehalten und man wird aufgefordert, den Controller zu schütteln, um Futter als Köder abzulegen. Sobald man das gemacht hat, läuft das Video weiter. Kudos für die Intention, den Videokonsum interaktiver zu gestalten, aber das wirkt dann doch eher bemüht.

Die Bildqualität der 360-Grad-Videos geht in Ordnung. Virry Safari 2: Feel the Wild leidet allerdings unter demselben Problem wie eigentlich alle VR-Video-Experiences: Das Bild wirkt dezent unscharf. Zwar wurde in 4K gefilmt, aber nachdem sich die 4K-Auflösung auf die komplette 360 Grad Rundumsicht aufteilt, bleiben im Sichtfeld nicht mehr allzu viele Pixel übrig. Dazu kommt, dass die Größenverhältnisse nicht immer stimmen. Besonders, wenn die Tiere nah an die Kamera herankommen, wirken sie zu groß.

Virry Safari 2: Feel the Wild kaufen oder nicht?

Kommen wir zum undankbarsten Teil des Tests: der Wertung. Was ist eine faire Note für Virry Safari 2: Feel the Wild? Die VR-Videos gehen angesichts des aktuellen Technik-Standes in Ordnung. Und natürlich hat der Developer Zeit in die App-Entwicklung gesteckt und muss seinen Aufwand irgendwie hereinholen. Trotzdem: 10 Euro – so viel kostete die App zum Erscheinen dieses Artikels – erscheinen zu hoch.

VR-Video-Experiences gibt es zahlreiche und viele davon sind gratis. Da fällt es schwer, hier einen vergleichsweise hohen Preis zu rechtfertigen. Das passendere Geschäftsmodell wäre gewesen, sich die Entwicklung von einer Umweltschutzorganisation sponsern zu lassen und die App gratis im Store anzubieten. Dann fiele eine Empfehlung für die virtuelle Afrika-Safari leichter.

Hier geht’s zum Download im Oculus Store

ÜBERBLICK DER REZENSIONEN
Das Fazit
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Manfred
Nach 16 Jahren E-MEDIA bloggt Manfred Huber jetzt über die Technik-Themen, die ihm am meisten Spaß machen - und das ist momentan alles rund um Virtual Reality.